HomeRatgeberFranzösische Bulldogge kaufen: Kosten, Gesundheitscheck und seriöse Händler

Französische Bulldogge kaufen: Kosten, Gesundheitscheck und seriöse Händler

Die Französische Bulldogge, kurz „Frenchie“, ist der Trendhund schlechthin. Mit ihren Fledermausohren und dem charmanten Gesicht hat sie die Herzen der Welt erobert. Doch ein Frenchie zu kaufen, ist keine leichte Entscheidung. Die Anschaffungskosten sind hoch, und der Hund hat spezifische gesundheitliche Bedürfnisse. Wer nicht aufpasst, landet schnell bei schwarzen Schäfern.

Französische Bulldogge Welpen

Die Anschaffungskosten: Was kostet ein Frenchie?

Die Preise für einen Französischen Bulldoggen sind in den letzten Jahren explodiert. Wer einen gesunden Welpen aus seriöser Zucht sucht, muss tief in die Tasche greifen.

Preisspanne

  • Ab 1.000 Euro: Vorsicht. Zu diesem Preis gibt es oft nur Welpen ohne Ahnenpass oder mangelnde Gesundheitschecks.
  • 1.500 – 2.500 Euro: Realistischer Preis für einen Welpen mit Ahnenpass und erster Impfung aus durchschnittlicher Zucht.
  • 2.500 – 4.000 Euro: Hochwertige Zucht mit geprüften Elterntieren (HD, Augen, Atmung).

Laufende Kosten

Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Eine Französische Bulldogge hat laufende Kosten:

  • Futter: 50-80 Euro pro Monat (hochwertiges Futter wegen Allergien).
  • Tierarzt: Jährliche Impfungen, Entwurmung und Gesundheitschecks (200-400 Euro/Jahr).
  • Versicherung: 15-30 Euro pro Monat.

Gesundheit: Das Brachycephale-Syndrom

Das wichtigste Thema bei der Französischen Bulldogge ist ihre Atemnot. Wegen ihrer kurzen Schnauze (Brachycephalie) haben sie Schwierigkeiten, sich zu kühlen.

Worauf Sie achten müssen

  • Atmen: Ein gesunder Frenchie sollte nicht offen Schnaufen, wenn er nur herumläuft.
  • Augen: Große Augen sind anfällig für Entzündungen. Der Hund sollte nicht ständig die Augen reiben.
  • Hautfalten: Die Hautfalten am Gesicht müssen sauber gehalten werden, um Pilzbefall zu vermeiden.

Ein seriöser Züchter zeigt Ihnen Röntgenbilder der Hüften (HD) und Augenuntersuchungen. Wer das verweigert, ist kein guter Händler.

Seriöse Händler vs. Abzocke

Wie bei jedem Trendhund gibt es schwarze Schafe.

Warnsignale für Abzocke

  • Zu günstig: „Für Sie nur 500 Euro“ ist ein Warnsignal.
  • Keine Dokumente: Ohne Ahnenpass und Impfpass läuft nichts.
  • Abholung nur anonym: Wenn der Händler keine Adresse angibt oder Sie nur an einer Autobahn-Raststätte treffen wollen – Finger weg!
  • Viele Welpen verfügbar: Wenn ein Händler ständig 20 Welpen hat, ist es eine Welpenfarm, keine seriöse Zucht.

Seriöse Züchter

  • Kontakt: Sie laden Sie ein, die Eltern zu sehen.
  • Vertrag: Sie geben einen Kaufvertrag und Gesundheitsgarantie.
  • Nachbetreuung: Sie stehen auch nach dem Kauf für Fragen bereit.

Alternativen: Frenchie aus dem Tierschutz

Viele Französische Bulldoggen landen im Tierheim, oft wegen der hohen Kosten oder falscher Erwartung. Ein Frenchie aus dem Tierschutz zu adoptieren, ist eine gute Tat. Die Kosten sind oft geringer, und Sie retten ein Leben.

Fazit

Eine Französische Bulldogge ist ein wunderbarer Begleiter, aber kein „Einfach-Hund“. Informieren Sie sich gründlich, prüfen Sie den Züchter und planen Sie die Kosten ein. Ein gut informierter Kauf spart viel Geld, Herzschmerz und Tierleid.

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